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Tag der Begegnung 2008

Am Sonntag, dem 24. August 2008, wurden die 11. deutsch-tschechischen Begegnungstage für die neue binationale/bilinguale siebte Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums Pirna im Gebäude der Brücke/Most-Stiftung in Dresden eröffnet.

Die 15 deutschen und 15 tschechischen Schüler sowie deren Familienangehörige wurden von verschiedenen Vertretern deutscher und tschechischer Institutionen begrüßt.
So sprachen Frau Gamp, die Studienhausleiterin des Brücke/Most-Zentrums, Frau Klabanová, die Leiterin des Tschechischen Zentrums in Dresden und zugleich die Vertreterin des tschechischen Generalkonsuls in Dresden, Herrn Tomáš Podivínský, Herr Ulbig, Oberbürgermeister von Pirna, Frau Dr. Cerníková, Vertreterin des tschechischen Ministeriums für Schulwesen, Jugend und Sport, Herr Wenzel, Schulleiter des Friedrich-Schiller-Gymnasiums, sowie Herr Ministerialdirigent Rechentin.

Herr Rechentin begrüßte alle Gäste im Namen von Herrn Staatsminister Prof. Dr. Wöller. Er wies auf den Abbau der Grenzkontrollen in diesem Jahr hin, insbesondere zu den beiden Nachbarstaaten Sachsens – Tschechien und Polen – und erklärte, dass dies einmal mehr eine Aufforderung für uns sei, über den eigenen Tellerrand, also über die eigene Grenze hinüber zum Nachbarn zu schauen. „Wie bekannt, ergeben sich Begegnungen zwischen Bürgern unterschiedlicher Staaten, auch wenn sie über eine gemeinsame, heute nicht mehr wahrnehmbare Grenze verfügen, nicht zwangsläufig. Es bleiben die unterschiedlichen Sprachen, die eine Begegnung erschweren oder manchmal leider ganz verhindern. Um so wichtiger ist es, Kinder von Anfang an an die andere Sprache und Kultur heranzuführen und damit einen Grundstein für die Verbundenheit mit dem Partner zu legen.“ An die Kinder wandte sich Herr Rechentin mit den Worten: „Ihr habt in den nächsten Jahren nun die wunderbare Möglichkeit, die Sprache eures Nachbarn richtig gut zu lernen. Das bedeutet viel mehr als Vokabeln oder Grammatik lernen; durch eure neuen tschechischen oder deutschen Mitschüler werdet ihr mit einem anderen Land, einer anderen Kultur vertraut. Das Tor zur Welt wird sich euch weit öffnen, wenn ihr die Chancen nutzt, die euch diese Ausbildung bietet.“

Frau Dr. Arndt, die Vorsitzende des Fördervereins des Schiller-Gymnasiums, übergab den neuen Siebtklässlern als Geschenk traditionelle T-Shirts mit dem Logo des Fördervereins und dem Schattenriss von Friedrich Schiller.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die Mädchen und Jungen in vier Gruppen aufgeteilt, um sich an vier verschiedenen Stationen besser kennen zu lernen.

An einer Station füllten die Kinder die Zuckertüten. Neben Materialien für den Unterricht und Süßigkeiten fehlten auch Grüße in beiden Sprachen an die künftigen Mitschüler nicht. Eine andere Station sprach die Fantasie der Schüler besonders an. Aus einem bunten Fleck gestalteten die Schüler fantasievolle Bilder. Zum Beispiel hat Richard in seinem Farbbild ein Schiff = lod und einen Regenbogen = duhu gesehen. Und Hedvika malte ein Schiff und Fische = lod a ryby.

An der musikalischen Station konnten die Jungen und Mädchen zur Gitarrenmusik gemeinsam ein deutsches und ein tschechisches Lied lernen. Unterstützt durch Mimik und Gestik verstand jeder besser, worum es in dem Lied ging, und bereitete sich so gut auf die kommenden Tage vor.

Bei sportlichen Aktivitäten bildeten die deutschen und tschechischen Schüler gemischte Mannschaften und wetteiferten um kleine Preise und das Denkspiel Verflixtes X. Wer damit allein nicht zu recht kommt, der kann sich an seinen Mentor wenden.

Danach kam der Moment, an dem die Schüler ihre Zuckertüten in Empfang nehmen konnten. Leider verhinderte der Regen, dass die Zuckertüten auf dem traditionellen Kirschbaum hingen; deshalb wurden sie im Festzelt aufgehängt und abgeschnitten.

Den Abschluss der feierlichen Veranstaltung bildete ein gemeinsames Kaffeetrinken. Am Kuchenbüffet gab es eine riesige Auswahl an von den Eltern beigesteuerten Kuchen nach deutschen und tschechischen Rezepten. Da lief allen das Wasser im Mund zusammen.

Schließlich kam die Zeit, sich zu verabschieden. Nur die 30 Kinder und ihre Betreuer durften noch drei Tage in der Villa Brücke/Most-Stiftung bleiben.

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