Archiv > Tschechische Presse über uns

Tschechische Presse über uns

„Als ich mich nach Pirna gemeldet habe, war ich 12. Damals war es für mich eher Neugier und Abenteuer. Rückblickend sehe ich, wie gut der Schritt damals war."

Lukáš Cibulka arbeitet im Bereich IT für den Online-Versand Amazon. Im Moment ist er dienstlich in Indien. Dabei begann seine internationale Karriere nur ein Stückchen von der tschechischen Grenze am Friedrich-Schiller-Gymnasium in sächsischem Pirna. Hier legte er im Jahr 2004 das Abitur ab und wurde zu einem der ersten tschechischen Absolventen des hiesigen internationalen Bildungsganges.

„Hier in Sachsen begann das Schuljahr am 22. August. Nach dem Anfang meldeten sich einige tschechische Schüler ab. Da standen wir vor der Frage, wann wir die zusätzlichen Aufnahmeprüfungen ausschreiben sollen. Es ist ungewöhnlich, Kinder nach Schuljahresanfang umzuschulen. Als Kompromis entschieden wir uns für die Umschulung zum Beginn des zweiten Halbjahrs.“, sagte Josef Urbánek, Geschichtslehrer in Pirna und zugleich der tschechische Projektkoordinator.

Tschechische Schüler erschienen am Gymnasium in Pirna das erste Mal im Jahr 1998. Sechs Jahre danach legten die ersten fünfzehn das Abitur ab. Nun gibt es schon über 100 Absolventen aus Tschechien. Sie beginnen mit der 7. Klasse (in Tschechien gymnasiale Sekunda), in der praktisch alles, außer Sport, Musik und Informatik noch in Tschechisch unterrichtet wird.

Nach und nach wird Deutsch zur Hauptsprache und im 11. und 12. Jahrgang, also vor dem Abitur, ist alles bis auf den Tschechischunterricht komplett in Deutsch. Das Abitur wird in beiden Ländern und den übrigen europäischen Staaten anerkannt.

Die Schule ist kostenfrei. Sie wird von der Tschechischen Republik und Sachsen bezahlt. Kostenlos ist auch die Unterkunft und Verpflegung im hiesigen Internat.

„Die deutsche Schule ist anders, als die tschechische. In Deutschland wird nicht so viel gebüffelt. Es werden eher Zusammenhänge gesucht. Man schreibt Essayes. Es ist eine hervorragende Vorbereitung zum Studium an den Hochschulen, wo die meisten Absolventen des Projektes nach dem Abitur studieren. Es kommen auch Angebote von großen Firmen, weil ein Bestandteil des Studiums auch Fachpraktika sind“, weist Cibulka hin.

Mehr zum Thema außerordentliche Aufnahmeprüfungen am Friedrich-Schiller-Gymnasium im sächsischen Pirna ist auf der Seite www.zahranici-stipendium.cz zu finden. Näheres zum Unterricht und Schulleben steht auf der Webseite der Absolventen dieses deutsch-tschechischen Bildungsprojektes www.czechpointpirna.cz.

Ondřej černý
Lukáš Cibulka, ehemaliger Schüler

« zurück